Kein Verbot der Ölheizung ab 2026 - Informieren Sie sich jetzt!

Aufgrund der Beschlüsse des Klimakabinetts und oftmals irreführender Berichterstattung zum Thema Ölheizung sind viele Heizungsbetreiber verunsichert. 

Bis 2025 kann ein Neubau mit einer Ölheizung ausgerüstet oder ein alter Heizkessel ganz einfach durch eine neue Ölheizung ersetzt werden. Ab dem Jahr 2026 werden Ölheizungen voraussichtlich nur noch als Hybridsysteme verbaut, beispielsweise in Verbindung mit einer Solaranlage.

Welche Auflagen es zukünftig geben soll und was das konkret für Ölheizungsbetreiber bedeutet wird in diesem Flyer erklärt:

Weitere Informationen zum Thema unter https://www.zukunftsheizen.de

Öl weiter denken!

 

Flüssige Brennstoffe bringen die Energiewende voran: Denn Öl-Brennwerttechnik ist hocheffizient, lässt sich ideal mit erneuerbaren Energien kombinieren und bietet durch den Einsatz neuer synthetischer Brennstoffe langfristig eine klimaneutrale Perspektive. 

Effizienzsteigerung mit Öl-Brennwerttechnik

 

Einen ersten großen Schritt in Richtung Energiewende haben viele Tausend Ölheizungs-Besitzer in den vergangenen Jahren getan, indem sie auf hocheffiziente Öl-Brennwerttechnik umgestiegen sind. Dies ist einer der Hauptgründe, warum der Heizölverbrauch in Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als halbiert werden konnte. Und das, obwohl die Anzahl der Ölheizungen in diesem Zeitraum nahezu gleich geblieben ist.

Wer eine veraltete Heizung durch einen neuen Öl-Brennwertkessel ersetzt, verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Energie. Dank des guten Kosten-Nutzen-Verhältnisses erfreut sich die Modernisierungen mit Öl-Brennwerttechnik nach wie vor großer Beliebtheit. Gerade in bestehenden ölbeheizten Gebäuden ist der Einbau einer neuen Öl-Brennwertheizung in der Regel kosteneffizienter als zum Beispiel der Einbau einer Strom-Wärmepumpen oder die Umstellung auf Erdgas.

Speziell im ländlichen Raum kann Öl-Brennwerttechnik Millionen Menschen einen bezahlbaren Einstieg in die Energiewende ermöglichen. Deshalb ist die staatliche Förderung für diese und andere ähnlich wirkungsvolle Sanierungsmaßnahmen gut angelegt. Denn sie sorgt für mehr Effizienz in der Wärmeversorgung und zahlt so punktgenau auf die klimapolitischen Ziele für den Gebäudebereich ein.

Partner für Erneuerbare Energien und Sektorkopplung

 

Öl-Brennwerttechnik ist die ideale Basis für die Einbindung erneuerbarer Energien. Wobei Heizöl als speicherbarer Energieträger die Versorgungssicherheit gewährleistet, wenn die Sonne nicht scheint. Bereits heute werden knapp eine Million Ölheizungen zusammen mit Solarthermie betrieben. 

Künftig lassen sich diese Hybridsysteme mit Power-to-Heat um eine weitere Komponente ergänzen. Die Idee dabei: Stromerzeugungspotenziale, die wirtschaftlich oder technisch nicht sinnvoll genutzt werden können, werden mittels elektrischer Heizeinrichtungen in Wärme umgewandelt.

Brennstoffe der Zukunft - warum brauchen wir synthetische flüssige Energieträger?

 

Flüssige Energieträger haben viele Vorteile: Sie sind gut speicherbar und leicht zu transportieren, sie haben eine hohe Energiedichte und verfügen über eine hervorragende Infrastruktur. Um diese Vorteile auch langfristig in der Energieversorgung nutzen zu können, wird an der Herstellung treibhausgasreduzierter flüssiger Kraft- und Brennstoffe geforscht.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass sie in heute verfügbarer Technik ohne aufwändige Umrüstungen einsetzbar sein sollen. Das erhöht die Chance auf eine breite Akzeptanz der Energiewende: Klimaschutz wird möglich, ohne Versorgungswege und Anwendungstechnik kostenintensiv umbauen zu müssen.

Für E-Fuels und andere synthetische flüssige Energieträger trifft das zu: Sie sind vielfältig einsetzbar, etwa in Flugzeugen, Schiffen sowie im Bestand der rund 57 Millionen Kraftfahrzeuge und 5,6 Millionen Ölheizungen in Deutschland. 

Grundsätzlich geht es bei der Forschung zu treibhausgasreduzierten flüssigen Brennstoffen um die Herstellung alternativer flüssiger Kohlenwasserstoffe aus unterschiedlichen regenerativen Quellen (X-to-Liquid, XtL). Bei der Auswahl der Rohstoffe wird eine Nutzungskonkurrenz zu Agrarflächen oder Nahrungsmitteln bewusst vermieden. 

Die Forscher sprechen dabei von unterschiedlichen „Pfaden“: Es gibt etwa den Biomasse-Pfad, auch „Biomass-to-Liquid“ oder kurz BtL genannt, der die Herstellung von Brennstoffen aus Abfällen und Reststoffen biogener Herkunft untersucht. Ein anderer wichtiger Pfad ist „Power-to-Liquid“, kurz PtL. Hier wird Strom aus erneuerbaren Quellen zur Herstellung von Wasserstoff genutzt, der anschließend mit Kohlenstoff aus Biomasse oder CO2, welches zum Beispiel aus der Luft gewonnen wird, zu einem synthetischen flüssigen Energieträger verbunden wird.